
Vor kurzem hat mich die Meldung aus Niedersachsen über den Tod eines Mannes, der von seinem Hund gebissen wurde, sehr betroffen gemacht. Ich las, dass der Hund, wohl ein American Bully XL, in ein Tierheim kam und einen Wesenstest absolvieren soll. Was passiert eigentlich vor, während und nach einem solchen Test? Und was halten Sie von Haltungsverboten bestimmter Rassen? Das gibt es ja in manchen deutschen Bundesländern auch und in Großbritannien darf man ohne eine Ausnahmegenehmigung die XL Bullys nicht halten und züchten.
Ann Christin Petzak, Tierärztin
Dr. med. vet. Pasquale Piturru (M. Sc.), Tierarzt
Die öffentliche Erschütterung nach tödlichen Beißvorfällen entsteht nicht allein durch das Ereignis selbst, sondern durch das Gefühl, dass sich hier mehrere Systeme gegenseitig überholen: Biologie, Recht, Ethik und politische Reaktion. Der Wesenstest steht genau an dieser Schnittstelle und wird deshalb oft mit Erwartungen überfrachtet, die er weder wissenschaftlich noch praktisch erfüllen kann.
Hier geht´s nicht weiter
...ohne Club-Mitgliedschaft
Da du keine gültige Club-Mitgliedschaft und kein DER HUND Jahresabo Digital/Premium hast, kannst du diesen Inhalt leider nicht sehen.
Bitte logge dich ein, registriere dich als neues Club-Mitglied oder schließe ein passendes Jahresabo bei DER HUND ab, um diesen Inhalt anzusehen.
Dr. med. vet. Pasquale Piturru
Dr. med. vet. Pasquale Piturru ist Master of Small Animal Science, Fachtierarzt für Verhaltenskunde, Kleintiere sowie Tierschutzkunde und führt die Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie. Er ist der Initiator der Hundetrainerzertifizierung durch die Tierärztekammer Schleswig-Holstein und arbeitet in der Klinik für Kleintiere bei Hamburg.
Ann Christin Petzak
Ann Christin Petzak arbeitet seit 9 Jahren in der Tierärztlichen Klinik für Kleintiere Quickborn. Dort ist sie neben ihrer Hauptfunktion als Internistin ebenso in der Notfallambulanz tätig. 2022 erhielt sie das „General Practioner Certificate in Small Animal Medicine“.








