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Unser hauseigener Hühner-Schreck. Wie halte ich meine Hündinnen vom Jagen ab?

Wir haben einen eigenen Bauernhof, auf dem Pferde, Schweine und Katzen, insgesamt vier Hunde und Hühner leben. Meine beiden Cane Corso-Hündinnen (6 Monate alt, 30 kg, 50 cm Schulterhöhe) fangen in letzter Zeit an, die Hühner zu jagen und mit den Hühnern zu spielen. Sie rennen den Hühnern hinterher, jede der beiden beißt in das Huhn, das sie gefangen haben, rein und jede zieht an dem armen Huhn, als wäre es ein Spielzeug. Leider bringt alles, was ich versuche, nichts: Ich habe versucht, sie zu erschrecken, bin ihnen hinterher gerannt, habe „Aus“ geschrien, habe versucht sie abzurufen, aber alles hilft nur auf kurze Dauer. Die beiden sehen die Hühner als lebendiges Spielzeug und verstehen nicht, warum sie nicht mit ihnen spielen dürfen. Ich kann die beiden zwar abrufen und sie lassen das Huhn dann los, aber wenn ich nicht rechtzeitig dazwischen gehe, ziehen und zerren sie solange an dem Huhn herum, bis es tot ist. So haben wir leider auch schon ein Huhn verloren, weil sie ihm im Spiel das Genick gebrochen haben.

Wie kann ich den Hunden beibringen, dass die Hühner tabu sind und sie nicht mit den Hühnern spielen dürfen?

Leider ist es mittlerweile so, dass ich die Hunde gar nicht mehr raus lassen kann, ohne dabei zu sein, weil ich sie nicht mit den Hühnern alleine auf dem Hof lassen kann.

Frauke Loup, Hundetrainerin

Im Junghundealter, welches mit ca. fünf Monaten beginnt, werden Hunde oft neugieriger und trauen sich zunehmend mehr. Sie probieren aus und testen das ein oder andere, zum Beispiel, hinter dem Gartenzaun Spaziergänger zu verbellen oder andere Hunde anzupöbeln. Auch das Interesse an Bewegungsreizen und am Jagdverhalten wird von Junghunden „entdeckt“. Zu zweit sind Hunde zudem häufig mutiger nach dem Motto „gemeinsam sind wir stark“. Wenn sie im Doppelpack unterwegs sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie sich gegenseitig zum „Blödsinn machen“ anstiften. In dieser Altersphase benötigen Hunde ganz besonders ein Vorbild: jemanden, der vorlebt, der einen Plan hat und Orientierung bietet. Gerade auf dem Weg zum Erwachsenwerden brauchen Hunde viel Anleitung, feste Strukturen, Erziehung.

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